Soziale Netzwerke sind ein Teil des Alltags vieler Menschen. Während die Einen alle paar Tage mal stöbern, was Freunde und Bekannte so treiben, ist die Beschäftigung mit Social Media für die Anderen beinahe zu einem Hobby geworden. Sowohl nach dem Aufstehen, einige dutzend Male am Tag und kurz vor den letzten Metern ins Bett: ein kurzer Blick, was in den eigenen Kanälen so passiert, ist immer spannend wie auch verführerisch. 

Doch egal wie häufig man nun in die Tiefen der sozialen Kanäle eintaucht, welche Netzwerke man privat bevorzugt und was für eine Begeisterung für seine Anhängerschaft besitzt, es gibt überall Verhaltensweisen, die immer wieder zurecht lautstark kritisiert werden.

Im Folgenden soll daher einmal eine Auflistung eben solcher nerviger und teilweise unsympathisch wirkender Aktionen in sozialen Netzwerken erfolgen und damit dazu beitragen, ein Bewusstsein zu schaffen, was man gerade NICHTmachen sollte. 

Das Thema des heutigen Blogbeitrages lautet deswegen: No Gos & Social Media – 10 Dinge, die du unbedingt vermeiden solltest!

1. Freundschaftsanfrage, gefolgt von Like-Gebettel

Eine absolute Unsitte, die vor allem auf Facebook immer wieder passiert: man fügt eine neue Person dem eigenen Freundeskreis hinzu und noch bevor überhaupt weitere Interaktionen folgten, hat man eine Nachricht im elektronischen Briefkasten, man solle doch bitte auch die FB-Seite der Person liken.

Unterlasse das! Auch wenn der Wunsch nach mehr Likes verständlich ist, kann man kaum weniger deutlich machen, woran man beim Gegenüber interessiert ist: nur an einem Klick, mehr nicht. 

Eine deutlich bessere Variante wäre es, sich einige Wochen/Monate immer mal wieder auszutauschen, den Kontakt zu suchen, zu nettzwerken (ja, von “nett”) und später beiläufig einfließen lassen, dass man eine FB-Seite hat. Sollte das Gegenüber Interesse haben, erfolgt der Like automatisch. 

2. Nur Links zu anderen Netzwerken

Gerade auf Twitter ein verbreitetes Problem: Anstatt mit echten Inhalten in Form von Tweets den AnhängerInnen etwas zu bieten, durch das man die Person hinter dem Account kennenlernen könnte, werden nur Links zu FB-Posts oder Fotos auf Instagram geteilt. Es gibt sogar Twitter-Accounts, die zu mehr als 90% aus eben solchen Netzwerk-Verlinkungen bestehen.

Ein absolutes No-Go, denn deine Follower folgen dir nicht, um dauernd auf Inhalte auf anderen Seiten verwiesen zu werden. Wenn du zu einem Bäcker gehst, erwartest du doch auch, dass es dort Brot und Brötchen gibt und dir nicht gesagt wird, dass du vier Straßen weiter gehen musst, um zu bekommen, wofür du gekommen bist. Daher behandle jedes soziale Netzwerk individuell und deine Follower nicht, als seien sie eine Schafherde, die du beliebig durch die Weiten des Internets leiten kannst.

3. Ego-Media vs Social Media

Der erste Teil des Begriffes “soziale Medien” kommt aus dem Lateinischen (socialis) und bedeutet so viel wie “gesellschaftlich”. Es geht bei diesen Medien also um eine Gruppe von Menschen, die miteinander interagieren, sich austauschen, diskutieren und im Dialog stehen. Das ist der Soll-Zustand bei sozialen Medien. 

Leider gibt es aber auch Menschen, die sich dieses Gruppengefühls entziehen wollen, sich nur um sich selbst kümmern und kein Interesse an den Inhalten anderer haben, sie womöglich sogar als Konkurrenz um Aufmerksamkeit sehen— ein Verhalten, das man dringend unterlassen sollte.

Wer die sozialen Kanäle nur nutzen möchte, um sie wie eine leblose Litfasssäule zu benutzen und keinerlei Versuche unternehmen möchte, um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und auch ihre Inhalte zu liken/zu teilen, hat den Sinn von Social Media nicht verstanden. Kanäle wie Facebook, Twitter und zum Teil auch Instagram funktionieren und basieren darauf, dass man ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, sich unterhält und näher kennenlernt. Wer das nicht möchte und an anderen Menschen kein Interesse hat, sollte eventuell lieber einen Privatchat mit sich selbst eröffnen und von sozialen Kanälen fernbleiben.

4. Dauerbeschallung mit Werbung

Jeder muss Geld verdienen — das ist völlig in Ordnung. Deswegen ist es auch verständlich, wenn man in seinen sozialen Kanälen immer mal wieder Werbung für die eigenen Produkte macht, ob das nun die eigenen Bücher, Youtube-Videos oder andere Dinge sind.  Das richtige Maß ist hier allerdings entscheidend! 

Wer seine eigenen sozialen Kanäle in digitale QVC-/Homeshopping-Veranstaltungen verwandelt und täglich Werbung für sich macht, wird genau das Gleiche erreichen, wie der lästige Werbeclip, den man bereits hunderte Male gesehen hat: man ist genervt und wechselt den Kanal.

Penetrante Werbung ist absolut schädlich für die eigenen Netzwerke und sollte unbedingt vermieden werden. Die Menschen folgen dir immerhin, weil sie etwas von dir sehen/hören/lesen wollen und nicht, damit du ihnen täglich Werbeplakate ins Gesicht hältst.

5. Automatisierte Willkommensnachrichten

Je breiter man in den sozialen Kanälen aufgestellt ist, umso schwieriger ist es, sie zu pflegen und Menschen für alle gleich zu begeistern. Da erscheint es sinnvoll, automatisierte Willkommensnachrichten anzulegen, um Nutzer zu begrüßen. Manchmal packt man sogar noch Links zu allen weiteren Kanälen hinzu. Doch hier verbirgt sich ein großes Problem: es gibt kaum eine deutlichere Variante, neuen Followern zu sagen, dass sie nur Zahlen für einen sind und man nur ihre Klicks möchte. 

Für viele neue Follower, die noch nie etwas mit dir zu tun hatten, wird eine solche unpersönliche und nach Like-Gier triefende Nachricht die erste Kontaktaufnahme sein und während bei ihnen noch eine erste Freude existierte, überhaupt von dir zu hören, entsteht direkt ein schlechter Eindruck, wenn man mit einer generischen Copy-Paste-Nachricht bombardiert wird, die dann auch noch Werbung erhält.

Soziale Medien basieren auf einem direkten, persönlichen und möglichst authentischen Miteinander und da haben automatisierte Nachrichten nichts verloren. Wenn du deine neuen Follower begrüßen möchtest, solltest du das mit individuellen Nachrichten machen, um ihnen so das (berechtigte) Gefühl zu geben, mehr zu sein, als nur ein beliebige Nummer in einem Follower-Zählstand.

6. Follow-Unfollow-Hölle

Es trifft einen selten, aber dann mit voller Härte: die FUH. Worum geht es dabei? Man möchte die Aufmerksamkeit eines Menschen erringen und will unbedingt erreichen, dass dieser Mensch einem folgt und anstatt sich diese Aufmerksamkeit (und den Follow) durch viele nette Interaktionen zu erarbeiten, folgt man der Person, wartet einige Tage, entfolgt ihr, nur um — erneut einige Tage später — die gleiche Kette des FUHs zu nutzen. Das kann gut und gerne ein halbes Dutzend Mal und öfter so gehen.

Mach das niemals! Interagiere mit der Person, zeige dem Menschen, dass du gute Inhalte präsentierst und interessant bist, aber erniedrige dich nicht selbst, indem du zu so einer nervigen Taktik greifst. Insbesondere da sie sowieso keinen Erfolg verspricht, denn die “belästigte” Person wird deine Strategie schnell durchschauen, dich als negativ abspeichern und dir nie folgen. Im Grunde erreichst du also genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich wolltest.

7. Kommentare ignorieren

Wenn sich jemand die Mühe macht und einen deiner Beiträge, sei es Tweets oder Posts bei FB/Instagram, mit einem sinnvollen Kommentar versieht, dann ist es Teil der Nettiquette (erneut, von “nett”), dass man darauf antwortet/reagiert. Soziale Medien leben immerhin vom Miteinander.

Machst du das nicht und tust so, als gäbe es die Kommentare nicht, wirkt sich das schädlich auf die Follower-Bindung aus. Schnell entsteht da der Gedanke, dass du kein Interesse an Interaktionen mit Followern hast, dich vielleicht sogar für etwas Besseres hältst und das kann Probleme bringen. Aus diesem Grund: Ignoriere keine Kommentare beziehungsweise Reaktionen auf das, was du veröffentlichst! Jemand hat sich die Zeit genommen, auf deine Beiträge zu antworten, daher solltest du den Respekt besitzen und das erwidern! 
(Kleine Anmerkung: je größer die Followeranzahl, umso schwieriger wird es, allen Menschen zu antworten. Trotzdem sollte zumindest ein Like oder “danke” möglich sein.)

8. Hashtag-Armee 

Auf Instagram ist es leider ein gängiges Übel und anscheinend notwendig, um seine Followerzahl wirklich steigern zu gönnen: die Hashtag-Armee —dutzende an ein kleines Gitter gebundene Wörter, die möglichst viel Aufmerksamkeit auf den einzelnen Beitrag lenken sollen.

Auf Twitter & Facebook  hingegen ist diese Unsitte absolut verpönt und sollte dringend vermieden werden. Hashtags sind (dort) keine Rudeltiere, die nur in großen Gruppen wirken. Das Gegenteil ist der Fall: in den meisten Fällen reicht ein gutes Stichwort, maximal zwei bis drei und Letzteres auch nur sehr, sehr selten. Wer mehr benutzt und das regelmäßig, vielleicht sogar keinen wirklichen Inhalt außer eben jenen Hashtags in die eigenen Beiträge verpackt, wirkt schnell, als würde man um Aufmerksamkeit/Likes betteln. 

Daher der Tipp: sei lieber sparsam. Hashtags würzen euren Tweet und übertreibt man es, versalzt man sich alles.

9. Beiträge-Diebstahl ohne Verweis

Ein beinahe tägliches Bild in den sozialen Netzwerken: man scrollt durch die Timeline, sieht sich Beiträge zu bestimmten Hashtags an und sieht Posts, die einen begeistern. Sei es ein lustiger Spruch, weise Worte, ein tolles Bilder oder ähnliche Dinge — man könnte Tage und Wochen damit verbringen, sich mit den interessanten und tollen Beiträgen zu beschäftigen, die in den sozialen Netzwerken auf einen warten. 

Manchen Menschen reicht es aber nicht, nur ein Like zu geben oder die Inhalte zu teilen. Sie wollen etwas vom Kuchen abhaben und klauen die Beiträge, nur um dann so tun zu können, als wären sie selbst so lustig, weise oder begabt gewesen, wie der Inhalt des Postings Glauben machen will. Ein absolutes No-Go! 

Wer Inhalte von anderen Personen nutzen möchte, muss sich verpflichtet fühlen, zumindest die Quelle anzugeben! Macht man das nicht, zeugt es von einem miesen Charakter, wenn man sich derart mit fremden Federn schmücken will. Außerdem setzt man sich der Gefahr aus, dass Follower diese Scharade irgendwann aufdecken und das könnte sehr peinlich werden.  

10. Hohes-Ross-Mentalität

In sozialen Netzwerken ist es völlig normal, dass die Zahl an Anhängern/Freunden/Followern nicht nur von Person zu Person, sondern sogar von Netzwerk zu Netzwerk variieren kann. Manche haben viele Menschen hinter sich versammelt, andere nicht ganz so viele.

Der Zahlenunterschied mag die unterschiedlichsten Gründe haben, rechtfertigt aber niemals — wirklich niemals — sich über andere Menschen zu stellen, wenn man viele Anhänger hat. Diese Hohes-Ross-Mentalität sollte man gar nicht erst aufkommen lassen, denn nur weil die Zahl an Anhängern größer ist, bedeutet das nicht, man sei mehr wert als eine andere Person. Ganz egal wie groß der Unterschied ist: Begegne deinem Gegenüber stets auf Augenhöhe und lass dich nicht von irgendwelchen unwichtigen Zahlen beeinflussen. Arroganz ist niemals angebracht und hat in sozialen Medien einfach nichts verloren. 

Welche weiteren Verhaltensweisen sind für dich absolute No-Gos? Was stört und nervt dich, wenn es jemand in deiner Timeline macht?

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Ich freue mich auf dich!

6 thoughts on “No-Gos & Social Media – 10 Dinge, die du unbedingt vermeiden solltest”

  1. Hey Sven! Ich finde, das hast du wirklich schön zusammengefasst! Da kann ich gar nicht wirklich was hinzufügen, außer vielleicht: Keiner sollte den Kopf hängen lassen, wenn ihm mal ein solches No-Go ausversehen passiert, aber absichtlich auf die beschriebene Art und Weise Follower zu genieren, wird wahrscheinlich eher nicht funktionieren…
    Liebe Grüße, Katharina

    1. Dankeschön :)! Und du hast vollkommen Recht: die No-Gos sollen aufzeigen, was man falsch machen kann und wenn man sich ertappt fühlt, braucht man sich nicht wie der schlechteste Mensch vorkommen:) Hauptsache es besteht eine gewisse Lernwilligkeit und eine eigene Selbstreflexion darüber, dass manche Verhaltensweisen einfach nicht in Ordnung sind:) Gestern bekam ich z.B. eine Begrüßungs-PN, die völliger Standard und null individualisiert war und heute von der gleichen Person ein Betteln, dass ich Werbung für sie mache. Sowas geht einfach nicht und ist wahnsinnig unsozial…
      Liebe Grüße 🙂

      1. Oh man, das ist eigentlich schon traurig, dass man dann nur zu einer Zahl (unter den Follower) degradiert wird… Ich schreibe dir auf jeden Fall nachher oder die Tage mal eine Nachricht, individualisiert und ohne Like-Gebettel 😀 Habe nämlich eine Frage/eine Idee an dich 😉
        Liebe Grüße, Katharina

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