Im heutigen Blogbeitrag wird es um ein möglicherweise kontroverses Thema gehen, das jedoch angesprochen werden muss, denn es ist dringend Zeit für ein Umdenken von allen Beteiligten: AutorInnen wie LeserInnen! 

Es wird um Billig-Bücher gehen, die in den letzten Jahren den literarischen Markt überschwemmt und damit zu einer veränderten Betrachtungsweise für den Wert eines Buches geführt haben. Um dem nachzugehen und zu zeigen, dass derartige Discounter-Bücher schädlich für die Buchwelt, vor allem für das Verhältnis von AutorInnen zu den eigenen Büchern und zu LeserInnen ist, wird zuerst einmal definiert, was unter einem “Billig-Buch” zu verstehen ist. Danach folgt eine kurze Auflistung an Fakten, wie viel AutorInnen mit solchen Büchern pro Buch bei unterschiedlichen Portalen verdienen können. 

Im Anschluss geht es zur Sache selbst: es werden einige dringende Worte an AutorInnen gerichtet und am Ende auch an LeserInnen, die sich begeistert auf die Schnäppchen-Bücher stürzen und dabei völlig vergessen, welche Arbeit in ein Buch fließt. 

Definition “Billig-Buch”

Mit dieser wenig schmeichelhaften Bezeichnung ist nicht zwingend die Qualität gemeint, auch wenn das im späteren Verlauf noch eine Rolle spielen wird, sondern der angesetzte Preis. Bücher qualifizieren sich für diesen Titel, sobald sie dauerhaft nur 99 Cent kosten. Diese Billigpreis-Bücher haben in den letzten Jahren die Welt der E-Books überrannt und sowohl bei AutorInnen als auch bei LeserInnen — was schlimmer ist — zu einer veränderten Wahrnehmung und Erwartungshaltung geführt, sowie gleichzeitig noch den Wert eines geschriebenen Werkes verwässert.  

Dies alles wird im folgenden Beitrag besprochen werden, der sich zuerst an AutorInnen richtet und danach an LeserInnen, die den Literaturmarkt für einen Grabbeltisch halten.

Fakten zuerst

0,99 Euro als Kaufpreis, der an Verbraucher — und damit sind LeserInnen gemeint — weitergegeben wird, führt in unterschiedlichen Onlineshops zu ebenso verschiedenen Margen, also Verdienstmöglichkeiten. Für genau diesen Preis würde man als AutorIn folgende Honorare erhalten, die Dank eines Rechners auf der Selfpublisher-Bibel errechnet wurden:

Anbieter:                                               Verdienst = ?

Kindle Direct Publishing:                   0,32 Euro

Amazon indirekt:                                 0,39- 0,41Euro*

ITUNES direkt:                                     0,67 Euro

ITUNES indirekt:                                  0,39- 0,48 Euro*

Thalia:                                                    0,30-0,42 Euro* 

Google:                                                   0,38-0,42 Euro*

* = Der Preis variiert stark ob man mit Bookrix, Neobooks, Books on Demand oder Xinxii das eigene Buch diesen Shops zur Verfügung stellt.

AutorInnen würden also zwischen 30 und 67 Cent pro verkauftem Buch erhalten. Nicht gerade viel für wochenlange, oftmals eher monatelange Arbeit, oder?

Auch wenn der Vergleich ein wenig hinken mag, kann man sich vor Augen führen, dass jemand mit einen 1-Euro-Job in einer einzigen Stunde 33% mehr verdient als AutorInnen, die ihr Buch für so wenig Geld anbieten.

Da ist die Zeit für das Pflegen der sozialen Kanäle und Werbung  für das eigene Buch machen/schalten übrigens noch nicht enthalten, denn ein Buch zu schreiben, es immer wieder zu überarbeiten und es schlussendlich auf den Markt zu bringen, ist gerade einmal ein Teil der Arbeit, die dazugehört, AutorIn zu sein. Dazu kommt noch die Vermarktung, die Beschäftigung mit LeserInnen und der öffentlichen Präsentierung, sodass man gar nicht anfangen darf, sich auszurechnen, wie viel man als AutorIn pro investierte Stunde verdient oder man käme in derart astronomisch kleine Bereiche, die von der Vorstellungskraft kaum mehr greifbar sind.

An AutorInnen

Was ist DIR dein Buch wert?

Die Gedankenprozesse, die in ein Buch fließen, sind mannigfaltig: eine grobe Idee erscheint im Kopf, die weiter durchdacht und ausformuliert werden will, Figuren erscheinen, die es auszuarbeiten gilt, Orte bilden sich, die beschrieben werden müssen und letztendlich folgt die Hochzeit aller dieser Elemente, indem Sätze überlegt, Seiten geschrieben und Kapitel strukturiert werden. Dialoge begegnen Beschreibungen, Figurengedanken treffen auf Atmosphäre, Charaktere wandeln sich, während die Geschichte fortläuft — all das steckt in einem Buch. Dazu kommen noch viele Momente des Verzweifelns, des Überarbeitens, der Zweifel am eigenen Können, Augenblicke, in denen man sich selbst und sein Hirn malträtiert, um das Beste herauszuholen, und der Unsicherheit, ob das, was man da gerade schreibt, überhaupt lesbar ist. 

Und nach all diesen Strapazen ist dir das Buch nicht mehr Wert als 30-67 Cent, die du daran verdienst? Nach tausenden geschriebenen Worten, vielleicht ähnlich vielen (tausenden) investierten Stunden, möglicherweise beinahe ebenso vielen Euro an Kosten für Lektorat & Coverdesign und dann steht am Ende der Entschluss: „mehr als einen Euro ist es nicht wert”? 

Wie wenig kann man die eigene Leistung, den eigenen Verlust an Lebenszeit, das eigene Talent wertschätzen, um die getane Arbeit für weniger als den Preis eines Coffee-To-Go-Bechers zu verkaufen? 

DAS PROBLEM: Falsche Erwartungen und Einstellungen

Durch solche Niedrigstlohn-AutorInnen entsteht ein großer Schaden für die Literatur und den Büchermarkt, denn seine eigene Leistung derart zu verramschen entwertet das Schreiben aller AutorInnen. In unserer Gesellschaft, in der Geiz zu einer geilen (und damit erstrebenswerten) Eigenschaft erkoren wird, ist es ein fatales Signal für LeserInnen, dass es AutorInnen gibt, die bereit sind, ihre Bücher für weniger als einen Euro zu verkaufen. 

Hierdurch wird automatisch eine Einstellung bei den LeserInnen geschaffen, wie teuer ein Buch zu sein hat und wenn ein anderer Autor bzw. eine andere Autorin mehr von sich und von der Qualität des eigenen Buches hält, daher mehr Geld verlangt, werden LeserInnen wie selbstverständlich umrechnen, wie viele Billig-Bücher sie dafür bekommen könnten. Diese angeblichen Buchfreunde verfallen in eine Kaufgier, fragen sich, warum man für ein Buch fünf oder sechs, vielleicht sogar mehr Euro ausgeben sollte, wenn man für das gleiche Geld 5 oder 6 einzelne Bücher bekommen kann. Literatur verliert hierdurch nicht nur Absatzzahlen, da weniger Menschen bereit sind, gute Arbeit gut zu entlohnen, sondern auch an Wert für die Menschen für die wir eigentlich schreiben. 

Es wird eine Erwartungshaltung von LeserInnen an AutorInnen aufgebaut, dass Bücher bestimmte Niedrigpreise eigentlich nicht mehr überschreiten dürfen, da es sonst dazu führt, dass die Bücher nicht mehr gekauft werden. Hierdurch wird also ein Konkurrenzkampf auf Billigstpreis-Niveau geschaffen als wären wir keine kreativen Künstler mehr, die Geschichten erzählen und unterhalten wollen, sondern würden zu Produzenten einer x-beliebigen Ware verkommen, bei der nicht mehr die Qualität im Vordergrund steht, sondern das Preisschild.  

Was sind die Folgen?

Self-Pub-AutorInnen fühlen sich unter Druck gesetzt, die eigenen Bücher unter deren eigentlichen Wert zu verkaufen, was gleichzeitig bedeutet, dass sie weniger pro verkauftem Buch verdienen werden und es so schwieriger wird, sich als AutorIn unabhängig zu machen. Verdient man bei einem Buch für 99 Cent gerade einmal 30-67 Cent, bräuchte man — um allein die monatlichen Kosten für Nahrung (130,5 € als alleinstehende Person gemäß desstatistischen Bundesamtes)  zu decken  — 197 bis 434 Bücherverkäufe und dann hat man noch kein Dach über dem Kopf, keine Kleidung am Leib, kein Strom, Wasser, Gas, etc gezahlt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass eine derartige Entwertung unserer Arbeit — und ja, Schreiben ist Arbeit (!) — eine Bedrohung für den gesamten Berufsstand sein kann. Wenn LeserInnen nur noch nach dem nächsten Schnäppchen suchen, sich nicht mehr von guten Inhalten zu einem höheren Kaufpreis als 99 Cent begeistern lassen, wird es dementsprechend weniger AutorInnen geben können, die ihr Leben nur dem Schreiben widmen. Schlimmstenfalls wird es sogar Menschen abhalten, überhaupt einen Fuß in den Büchermarkt als SchreiberIn zu setzen, denn dieser Trend geht bedenklich in eine Richtung, in der AutorInnen nicht mehr als Künstler, sondern als Fabrikanten gesehen werden, die am Fließband für einen Hungerlohn zu arbeiten haben.

99 Cent ist zu viel, lieber gratis!

Als wäre das Problem nicht schon groß genug, dass manche AutorInnen ihre Bücher zu einem Spottpreis anbieten und alle anderen wie raffgierige Gauner wirken lassen, gibt es auch noch SchreiberInnen, die ihre Bücher kostenlos anbieten — die Spitze der Entwertung. Ist man als AutorIn derart großzügig, um sich zu bedanken und möchte Anhängern eine kleine Freude mit einem Nebenprojekt machen, ist dagegen wenig zu sagen. Hat man beispielsweise nebenbei eine kleine Geschichte geschrieben, weil sie einen selbst interessierte, aber nicht in das sonstige Schreibschema passt oder möchte man LeserInnen für die Unterstützung belohnen, können kostenlose E-Books eine Möglichkeit sein. 

Wenn man allerdings Werke, an denen man monatelang saß, viel Herzblut in sie fließen ließ, kostenlos allen Menschen in die Hand drücken möchte, ähnlich wie Flyer in der Fußgängerzone, sollte man sich fragen, ob die eigene Arbeit überhaupt einen Wert hat. Man sagt, man solle etwas niemals umsonst machen, wenn man gut in etwas ist. Daher gibt es für diese Art der AutorInnen zwei Optionen: entweder die Bücher sind umsonst, weil sie nicht gut sind oder aber sie sollten nicht kostenlos sein. 

Habt Achtung vor eurer Arbeit! 

Jeder von uns AutorInnen weiß: Schreiben ist nicht leicht, sondern erfordert eine unglaubliche Menge an Konzentration, Kreativität, Hingabe, Liebe zum Schreiben und viel Kopfzerbrechen, was Figuren machen, wie sich Handlungen entwickeln sollen und wie man das Ganze sprachlich ausdrücken möchte. Schreiben ist hart und trotzdem liebt es jeder einzelne von uns. Bücher, die durch unsere Liebe entstehen, sind in diesem Sinne unsere Babys und die sollte man mit Hochachtung behandeln. Immerhin sind sie das Resultat von langen Zeiträumen, in denen man im Kopf ständig in dieser Geschichte war und sich verausgabte, um die Welt aufs Papier zu bringen.

Umso unverständlicher ist es, wenn man diesen wunderbaren, aber auch anstrengenden Prozess nicht mit einer vernünftigen Honorar-Vorstellung belohnt. Hierbei sind Preisaktionen ausgeklammert, da sie oft eingesetzt werden, um das eigene Buch in eine bessere Ranglisten-Platzierung zu bringen, und der eigentliche Preis danach wieder angegeben wird. Aber andere AutorInnen, die nicht verstehen, dass sie mit diesen Billig-Büchern nicht nur sich selbst, sondern der ganzen Autorenschaft und damit dem Büchermarkt schaden, sei dringend gesagt: habt Achtung vor eurer Arbeit!

Viele Menschen träumen davon, Bücher zu schreiben und ihr habt es tatsächlich geschafft. Ihr seid konsequent geblieben und könnt stolz darauf sein, was ihr geleistet habt. Nun macht aber auch den nächsten Schritt und lasst euch für eure Arbeit vernünftig entlohnen! Degradiert euch nicht selbst zu Billig-Produzenten und stellt euch vor eventuelle LeserInnen als Ramsch-AutorIn dar. Habt Respekt vor eurer Leistung, eurem Talent und euren Geschichten. Ihr schuldet es euch selbst, eurer investierten Lebenszeit und eurem Einfallsreichtum.

(Doch welcher E-Book-Preis passt zu dir? Hierfür gebe ich ganz unten einen Tipp.)

An LeserInnen

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es schick ist, möglichst viel zu besitzen und dafür möglichst wenig zu bezahlen. Kaufen gibt uns ein gutes Gefühl, es setzt Endorphine, also Glückshormone, frei und wir fühlen uns dementsprechend wohl dabei. Hiergegen ist nichts zu sagen. Problematisch wird es allerdings, wenn dieser Wunsch nach mehr und mehr für immer weniger und weniger zum Geiz tendiert und man nicht mehr gewillt ist, für ein vernünftiges Produkt einen angemessenen Preis zu zahlen. 

99 Cent für das Resultat monatelanger harter Arbeit ist kein solcher Preis. Er wird von AutorInnen nicht ausgewählt, weil sie gerne nur 30 bis 67 Cent verdienen möchten, sondern weil sie es für nötig erachten, da bei einem Teil der Leserschaft völlig das Bewusstsein abhanden gekommen ist, dass ein Buch ein künstlerisches Werk ist, das viel kreative Energie benötigte. 

Um diese 99 Cent für ein Buch mal in ein Verhältnis zu setzen, wurden Dank einer Seite für Preisvergleiche einige Produkte ausgewählt, die man im täglichen Leben mehr oder weniger regelmäßig kauft und gleichzeitig mehr kosten als ein solches Buch. Man sollte sich dringend die Frage stellen, ob ein Buch, das stundenlange und vielfältige Unterhaltung bedeutet, wirklich so wertlos ist im Vergleich zu den folgenden Gegenständen.

Was kostet mehr als ein Buch für 99 Cent:

– Zwieback (1,35€)

– Müllbeutel (1,59€)

– Freilandeier 10 Stück (1,59)

– Milchbrötchen/Schokobrötchen (mind 1,19€)

– Nutella (1,25€)

– Taschentücher (1,85€)

– Hackfleisch 500 Gramm (2,69)

– Müsli (1,59€)

– Gefrierbeutel (1,75€)

– Alu-Folie (1,45€)

– Toilettenpapier (1,95€)

– Toffifee (2,69)

– Fischstäbchen (1,59€)

Was ist ein Buch für dich wert?

Es ist ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, möglichst wenig Geld für etwas auszugeben, was einem Freude bereitet.  Hieraus kann man keinen Vorwurf gestalten, denn einen solchen Impuls tragen wir alle mehr oder weniger ausgeprägt in uns. Nichtsdestotrotz müssen sich LeserInnen, denen ein Buch ab einem Kaufpreis von 2 oder 3 Euro, geschweige denn sogar noch mehr, bereits zu teuer ist, einmal ordentlich selbst hinterfragen und das so kritisch wie möglich: Schätzt ihr es, in fremde Welten geführt zu werden? Sind Bücher eine Möglichkeit, der Realität für einige Zeiten zu entfliehen? Könnt ihr dort an Leben teilnehmen, die euch ihn der Realität versagt bleiben? Liebt ihr manche AutorInnen und wie sie es schaffen, euch mit ihrem Schreiben zu begeistern?

DANN ZAHLT FÜR GUTE LEISTUNG! 

Wenn ihr in ein Restaurant geht und dort einen netten Kellner oder eine nette Kellnerin hattet, die euch freundlich empfing und dafür sorgte, dass der Abend gut verlief, seid ihr nur zu gerne bereit, Trinkgeld in Höhe von mehreren Euros zu geben. Wie lange sind Kellner aber im Schnitt beim Gast? 5 Minuten? Also erhielt der Kellner bzw. die Kellnerin für 5 Minuten freundliche Unterhaltung mehrere Euro. Wieso versagt ihr dann AutorInnen, die euch über mehrere Stunden hinweg unterhalten, begeistern, euch packen und euch eine wunderbare Zeit bereiten, dieselbe Wertschätzung? 

Geiz tötet Kreativität 

Geschichten können nur erzählt werden, wenn es AutorInnen gibt, die es sich auch aus finanzieller Sicht leisten können, die Zeit aus ihrem normalen Alltag zu nehmen. Nur dann kann es Bücher geben. Wenn aber ein Preiskampf entsteht und sich AutorInnen weniger damit beschäftigen können, wie sie ihre Geschichten zu strukturieren haben, wie wirklich gute Geschichten zu erzählen sind, sondern sich mehr damit beschäftigen müssen, dass sie lediglich 30 bis 67 Cent verdienen werden und dadurch kein Spielraum für Individualität herrscht, wird der schreiberische Prozess und die Kreativität abgetötet. Wenn Literatur zum Ramschobjekt wird, kann es für AutorInnen, die davon leben möchten, sich für euch Geschichten auszudenken, nur noch darum gehen, wie man den breitesten Massengeschmack bedient und verzweifelt Trends hinterher läuft, um überhaupt etwas zu verdienen. Es geht dann nicht mehr um Raffinesse, besondere Erlebnisse, außergewöhnliche Einfälle — Schreiben wird zum Kalkül. 

Hätten bereits Schreiber wie Goethe, Dürrenmatt, Kaschnitz, Wolf, Frisch, T. Mann, Seghers, Schiller und ähnliche unter einem solchen Druck gestanden, dass sie für ihre schwierige Arbeit nur einen mickrigen Hungerlohn bekommen, ist fragwürdig, ob sie die vielen Werke, die unsere Sprache und Kultur bereicherten, überhaupt geschrieben hätten. 

AutorInnen sind kreative Köpfe, die Texte aus dem Nichts erschaffen und Figuren gebären, die sie in ihrem Kopf zu realistischen Personen formen. Ähnlich wie Maler, Bildhauer, Architekten und Musiker, sind wir Künstler und diese Form von Kunst kann und darf nicht wie ein beiläufiges, nicht sonderlich wertgeschätztes Objekt des Alltags betrachtet werden. Wenn wir willens sind mehr für unseren Brotaufstrich, unser Müsli und kleine Mahlzeiten zu zahlen, dann sollte man auch bereit sein, literarische Werke zu unterstützen und dementsprechend zu entlohnen.

Sprich mit den AutorInnen

Was kann man als LeserIn also tun, wenn man sieht, das talentierte AutorInnen sich selbst in die Lage bringen, Billig-Bücher zu veröffentlichen, die dem ganzen Büchermarkt schaden? Redet mit den AutorInnen. Sprecht sie an oder schreibt ihnen, dass ihr der Meinung seid, die Bücher seien mehr Wert als 99 Cent, dass die AutorInnen selbst eine bessere Bezahlung als maximal 67 Cent verdienen und dass ihr willens seid, auch das Doppelte, Dreifache, vielleicht auch noch mehr für die Leistung zu zahlen, weil sie euch begeistert haben.  

Lasst AutorInnen wissen, dass ihr die Arbeit, die sie für euch verrichten, wertschätzt und anerkennt. Nur so kann es ein Umschwenken in unserer rabattgeilen Gesellschaft geben, die sich mehr daran ergötzt viel für wenig Geld zu kaufen, aber vielerorts den wirklichen Wert eines Buches vergessen hat. Lasst den Büchermarkt zu einem Ort werden, an dem die Geiz = geil-Mentalität keine Rolle spielt, sondern die Liebe zum Buch. 

Wir AutorInnen lieben es zu schreiben.

Ihr LeserInnen liebt es zu lesen.

Lasst uns nicht länger gegeneinander arbeiten, sondern zusammenkommen, damit Bücher als das angesehen werden, was sie sind: einzigartig und wertvoll. 

Wie denkt ihr über Billig-Bücher?  Greift ihr beherzt zu und haltet Preise über 1 Euro für nicht angemessen oder findet ihr, dass AutorInnen besser bezahlt werden müssen? Was denkt ihr über AutorInnen, die ihre Bücher zu dem Preis anbieten und spürt ihr dieses Geiz = geil- Gefühl als LeserIn oder AutorIn?

Wer eine weitere Meinung aus AutorInnen-Sicht hören möchte, darf gerne einmal zur Kollegin Nike Leonhard gehen, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandergesetzt hat: https://nikeleonhard.wordpress.com/2016/11/16/ebook-marketing-eine-selbstverpflichtung/

Wie viel soll das E-Book nun kosten? Das verrät euch zum Beispiel der folgende Link zur Selfpublisher-Bibel, die einige Fragen stellen und dann einen E-Book-Preis empfehlen: http://www.selfpublisherbibel.de/honorar_rechner_ebook/

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