Da ist er wieder, der National Novel Writing Month — kurz “NaNoWriMo”! Jeden November pilgern hunderte, vermutlich sogar viele tausende AutorInnen zu ihren Online-Profilen, updaten schnell einige ihrer Daten und beschließen dann, sich auf die lange Reise zu machen. Ein ganzer Monat voller Anstrengungen liegt vor jedem der TeilnehmerInnen, die allesamt in ihrem Wunsch vereint sind, bis zum letzten Novembertag diese magische 50.000-Worte-Linie überschritten zu haben und mit einem der glorreichen “NaNoWriMo-Winner”-Bilder belohnt zu werden! Man freut sich schon am ersten Tag des langen Schreibmarsches darauf, am Ende mit stolzgeschwellter Brust verkünden zu können, dass man sich dieser Aufgabe nicht nur gestellt, sondern sie sogar erfolgreich gemeistert hat!

Doch der Weg zu diesem Glücksrausch ist nicht einfach, selbst wenn es so simpel klingt: Statistisch gesehen hat man den NaNoWriMo-Berg bezwungen, wenn man 1666 Wortmeter pro Tag zurücklegt. Diese Menge am Stück zu schaffen und das vor allem täglich kann sowohl für Schreibneulinge als auch für erfahrene AutorInnen eine Herausforderung darstellen. Oftmals spielt das Leben außerhalb des Schreibens nicht mit und man findet regelmäßig die Zeit, um so viele Wörter aus den eigenen Hirnwindungen zu pressen. Immer wieder kann es passieren, dass entweder die Motivation fehlt oder man schlichtweg nicht den Kopf dafür hat, sich hinzusetzen und so lange zu verharren, bis diese 1666 Worte endlich auf dem digitalen oder haptischen Papier stehen. Das kann frustrierend sein, insbesondere weil man nach einem wortlosen Tag auf einmal die doppelte Menge schaffen muss.

Die Folge: man setzt sich selbst mehr unter Druck und wird gezwungen, aus einem halbwegs friedfertigen Schreibprozess ein gehetztes Rennen zu machen. Das passiert nicht wenigen AutorInnen und nicht selten wird die Reise vorzeitig frustriert abgebrochen, weil der noch vor einem liegende Weg zu weit und zu schwierig erscheint. Man fühlt sich nicht gewappnet und kehrt lieber zum Alltag zurück, als sich weiter abzumühen.

Um allerdings gar nicht erst in solche Nöte zu kommen und den NaNoWriMo auch wirklich schaffen zu können, ohne in einen solchen Stress zu geraten, dass die eigene Schreibfreude beinahe völlig abhanden kommt, seien im Folgenden einige wertvolle Hilfestellungen vorgestellt. Diese werden sich sowohl auf das persönliche Bewusstsein ausrichten, sowie auch Techniken vorschlagen, wie man entspannter eine größere Menge an Wörtern schreiben kann. Zusätzlich gibt es noch einige allgemeine Hinweise, die gerade im NaNoWriMo gerne mal in Vergessenheit geraten.

Viel Vergnügen!

 

Geh anders ran!

Der innere Antrieb vieler AutorInnen ist es, die Worte und Sätze, die sie produzieren, möglichst schon als Teil des finalen Buches zu sehen. Was einmal geschrieben wird, soll auch genau so in dem Werk, das später einmal hoffentlich von vielen LeserInnen gelesen und geliebt wird, enthalten sein. Der NaNoWriMo hingegen fordert ein gewisses Umdenken von AutorInnen:

Wer täglich über 1500 Worte schreiben will, kann nicht davon ausgehen, dass jeder Satz oder jeder Absatz bereits so perfekt aus dem schriftstellerischen Kopf kommt, dass man diese Stellen genau so lassen und in den Druck geben könnte. Es wird Tage geben, an denen man nur darum bemüht ist, die Geschichte weiterzutreiben und ordentlich Wortmeter zu machen, um das eigens gesetzte Pensum zu erreichen. Das mag nach Qualitätsverlust klingen und viele AutorInnen schrecken deswegen vor der Teilnahme bei diesem 1-monatigen-Schreibspaß zurück, dabei ist es nur eine andere Herangehensweise:

Beim NaNoWriMo hat man während des Monats nicht so viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie sprachlich ausgeklügelt, rhetorisch brillant oder wie perfekt-feingeschliffen der Inhalt ist. Es geht vielmehr um die Freiheit, sich einfach einmal zu erlauben, alles und so viel schreiben zu wollen, wie man selbst dazu in der Lage ist. Die Überarbeitung und die Verbesserung auf allen Ebenen folgt in den Wochen nach dem NaNoWriMo. Während der Schreibzeit aber ist es vor allem das angenehme Gefühl, sich selbst Fehler zu erlauben und auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, die später wieder ausbügeln zu können. Es ist völlig in Ordnung, wenn ein Dialog sich mal etwas schief anfühlt oder man bei einer Szene noch nicht ganz zufrieden ist. Schreib erst einmal weiter und vertraue dir und deinen Fähigkeiten, dass du die Stelle später verbessern kannst. Hauptsache du gibst nicht auf und bleibst weiterhin dabei! Sei großzügig dir gegenüber und erwarte keine Perfektion. Du hast nach dem NaNo noch viel Zeit, um den Feinschliff zu machen.

 

Schreibintervalle nutzen!

1666. So viele Worte gilt es an jedem einzelnen Tag (im Durchschnitt) zu schreiben, um beim NaNoWriMo als GewinnerIn dazustehen. Um diesen Berg an Silben aber leichter erklimmbar zu machen und sich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzen, gibt es einen Tipp, der schon vielen AutorInnen geholfen hat: häppchenweise vorgehen oder — mit anderen Worten — Schreibintervalle nutzen.

In solchen kurzen Etappen macht man es sich selbst zur Aufgabe, beispielsweise in 15 Minuten, eine bestimmte Menge an Worten (z.B. 400) in kurzer Zeit zu schreiben. Dies macht man über den gesamten Tag verteilt immer mal wieder und hat so die Möglichkeit, ohne großen Zeitdruck oder viel Anstrengung in kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. Ein Vorschlag hierfür wäre morgens vor der Arbeit bereits zwei solcher Intervalle zu absolvieren, sowie abends zwei – drei weitere. Schon hat man das Tagespensum nicht nur geschafft, sondern es sogar übertroffen und sich selbst ein kleines Polster erschrieben.

Zusatztipp 1: Nimm dir bei diesen Intervallen nie die Maximalmenge an Worten vor, die du gerade so eben noch schaffst und dich eigentlich schon stressen musst. Wähle lieber kleinere Beträge und motiviere dich selbst dazu, freiwillig mehr zu schreiben. Schaffst du beispielsweise 500 Worte in 15 Minuten und musst dich dabei aber hetzen, setze dir 350 Worte als Richtwert. Du wirst feststellen, dass du das Ziel häufig in viel weniger als 15 Minuten erreicht hast und dir automatisch denken, dass du den Rest der Zeit auch noch nutzen kannst. So schreibst du mehr, weil du es selbst möchtest und Spaß hast, anstatt dich zu hetzen und dich unter Druck zu fühlen. Das wird auch den Einstieg zum folgenden Intervall erleichtern, weil sich dein Kopf an den Spaß erinnert und nicht an das Hetzen bzw. den Stress.

Zusatztipp 2:  Eine Möglichkeit, das eigene Schreiben zu messen, liegt natürlich darin sich eine Stoppuhr zu nehmen und hinterher entweder das eigene Schreibprogramm die Worte zählen zu lassen oder selbst nachzuzählen, wie viele Worte es denn nun geworden sind, wenn man z. B. lieber mit Stift und Block schreibt. Eine bessere und komfortablere Lösung bieten aber Seiten wie z.B. www.writeordie.com. Bei dieser Seite kann man einstellen, wie viele Worte man sich in welcher Zeit vornehmen will und entscheidet sich dann für einen der drei Modi. 

Bei Stimulus wird dauerhaft Meeresrauschen eingeblendet, bei Consequence wird ein nervtötendes Geräusch abgespielt, wenn man zu langsam ist, und bei dem Hardcore-Modus namens “Kamikaze” löscht sich der Text langsam, wenn man aufhört zu schreiben und nicht am Ball bleibt. Letzterer sei eher erfahrenen SchreiberInnen empfohlen, die sich selbst herausfordern wollen. Für den NaNoWriMo dürften vor allem die ersten zwei Varianten die beste Wahl sein. Alle Modi haben aber gemein, dass ein Zähler aktiviert ist, der von der ausgewählten Wortmenge herunterzählt und man mit einem Blick sieht, wie weit man noch entfernt ist. Daneben steht ein Timer, der ebenfalls von z.B. 15 Minuten auf Null runterläuft.

 

Restrukturiere deinen Tag!

NaNoWriMo-Zeit bedeutet Ausnahmezustand. Nicht nur wirst du, wenn du diese Herausforderung meistern willst, dich selbst unter gewissen Druck setzen und dich nahezu täglich davon überzeugen müssen, deine Freizeit dem Schreiben zu widmen, sondern du wirst dich der Frage ausgesetzt sehen, wann du denn überhaupt so viele Wörter schreiben sollst.

Hierzu ein Ratschlag: Restrukturiere deinen Alltag. Wie genau du das handhabst, bleibt natürlich völlig dir überlassen. Bewährt haben sich bisher aber Dinge wie z.B. 1 Stunde früher aufzustehen und da bereits 2-3 Schreibintervalle zu machen. Außerdem kannst du, wenn du mit Bus/Bahn fährst, auch unterwegs an deinen Geschichten schreiben, indem du beispielsweise Handy-Apps bemühst oder zu Programmen auf Tablets/iPads greifst. Auch die Mittagspause bietet sich an, um einige Worte aufs Papier zu bringen und zu guter Letzt kann auch der Fernseher sicher einmal ruhen, damit du schreiben kannst.

So wenig/ selten das Schreiben sonst vielleicht ein fester Bestandteil deines Alltags ist, weil du meist nur aus Lust schreibst oder am Wochenende, wenn du einige Stunden Zeit hast, ist der NaNoWriMo nur dann zu schaffen, wenn du das Schreiben in diesem November ein wenig mehr in dein Leben integrierst. Die Masse an zu schreibenden Wörtern sollte keinesfalls unterschätzt werden und um Motivationslöcher zu vermeiden, weil du beispielsweise einige Tage nicht geschrieben hast und dann anstatt 1666 Worten am Tag auf einmal mehrere tausend Wörter auf einmal schreiben musst, ist es lohnenswerter, das Schreiben als DAS Haupthobby dieses Monats zu etablieren. Mache auch deinem Umfeld klar, dass du dir dieses Ziel gesetzt hast und erbitte dir von ihnen volle Unterstützung von Freunden oder der Familie, sodass du dich vollends darauf konzentrieren kannst, diese Herausforderung auch zu meistern. Verteidige dabei auch die von dir ausgesuchten Schreibzeiten gegen jegliche Einflüsse von außen. Das Glücksgefühl am Ende wird es wert sein!

Zusatztipp: Damit die Umstellung leichter gelingt und du keinen Schlendrian bekommst, gefolgt von Problemen, wieder in den alten Rhythmus zu verfallen, ist es ratsam, sich eine Art Routine für diesen Monat aufzubauen. Beispielsweise könnte man sich vornehmen, früher aufzustehen und bis zur Arbeit 800 Worte schreiben wollen (= 2 Schreibintervalle á 400 Worte). Abends nach dem Abendbrot folgt dann eine weitere Stunde des Schreibens mit 866+ Worten. Auf diese Weise fällt der Umstieg vom normalen Alltag zum November-Schreibtag etwas leichter und man ist motivierter, sich auch an den eigenen Zeitplan zu halten.

 

Ablenkungen minimieren!

Ein Großteil aller AutorInnen, die am NaNoWriMo teilnehmen, werden ihre Texte auf dem Computer schreiben. Das alleine bietet bereits die große Gefahr, sich von anderen Dingen ablenken zu lassen und sich nicht mehr auf das eigene Schreiben zu konzentrieren. Ein “ich gucke mal kurz” führt zum Verlust des Zeitgefühls; Social-Media-Kanäle und Seiten wie Youtube/Netflix & Co bieten genug Spannung, um aus wenigen Minuten auf einmal eine Viertelstunde oder noch mehr zu machen und gerade solche Ausflüge sind große Stolpersteine während des NaNoWriMos.

Aus diesem Grund sei empfohlen, das Internet (und auch das Handy) auszumachen, sobald man Zeit zum Schreiben findet. Die Welt da draußen wird sich weiterdrehen und man ermöglicht sich durch diese kurze, temporäre Entkapselung, sich nur auf die eigenen Worte zu konzentrieren und nicht in Gedanken schon dem nächsten aufregenden Tweet, der Nachricht von FreundInnen oder einem schönen Bild auf Instagram nachzugehen. Im NaNo ist vor allem eines wichtig: dein Schreiben. Daher ist es ratsam, diesem auch eine solche Priorität einzuräumen, dass alle sozialen Netzwerke und Kontakte für einige Minuten am Tag nicht ständig auf dich einprasseln. Du und dein Text. Darum geht es.

 

Öffentlichkeit bringt Motivation! (I) 

Ebenfalls empfehlenswert ist es, sich selbst Motivation zu verschaffen, indem man sich öffentlich dazu bekennt, am NaNoWriMo teilzunehmen. Dies führt nicht nur zu Unterstützung, freundlichen Unterhaltungen in den sozialen Netzwerken und zu Gleichgesinnten, sondern sorgt auch noch für eine Form des positiven Drucks. Man wird sich selbst dazu überreden, online immer wieder mitzuteilen, wie weit man denn beim Schreiben gekommen ist, wie es gerade läuft und verpflichtet sich in gewisser Weise, halbwegs am Ball zu bleiben. Das ist ein wenig, als würde man seinen Followern sagen, man wäre bei einem Event (z.B. der Leipziger Buchmesse) dabei und spürt dann das verpflichtende Gefühl auch wirklich anwesend zu sein, weil man die Anhänger nicht belügen oder enttäuschen möchte. Zusätzliche Motivation bekommt man wiederum, wenn man seine Wortanzahl zeigt und sieht, wie sich alle mit einem freuen. Die NaNoWrimo-Community ist vor allem mit Menschen gespickt, die sich gegenseitig fördern und die Erfolg feiern wollen, daher ist der öffentliche Umgang mit der eigenen Teilnahme auch so unterhaltsam und ein absolutes Highlight des AutorInnen-Jahres.

 

Öffentlichkeit bringt Motivation! (II)

Eine zweite Möglichkeit, wie die Öffentlichkeit dabei helfen kann, das Ziel zu erreichen, liegt in den wahnsinnig begeisterten und freundlichen TeilnehmerInnen des NaNos. Man braucht nur auf Twitter oder Instagram unter den Hashtags #NaNoWrimo oder #NaNoWriMo17 zu schauen und man wird dutzende, wenn nicht gar hunderte Menschen finden, die sich gerade ebenso der Herausforderung stellen wie du. Sie alle versuchen ebenfalls diesen gewaltigen Wortberg zu erklimmen und durch gegenseitige Unterstützung hilft man sich, das zu erreichen, was man sich für den Tag vorgenommen hat.

Die TeilnehmerInnern (und auch andere AutorInnen) können aber auch noch auf einer weiteren Ebene helfen: durch positiven Konkurrenzkampf. Zum einen indem man sich gegenseitig als sogenannte “Writing Buddies” hinzufügt und verfolgt, wie man gegenseitig mehr und mehr Wörter schreibt und sich so an anderen orientiert bzw. sich dort sogar die Motivation holt, diese zu überholen. Zum anderen kann man auch einfach auf viele TeilnehmerInnen zugehen, ob nicht jemand Lust auf Wortbattles oder Wortsprints hat. In beiden Fällen geht es darum in einem Wettkampf gegeneinander anzutreten und die meisten Worte in kurzer Zeit zu schreiben. Danach freut man sich über das Geleistete und verabredet sich meist zu einer Revanche.

Im Grunde übernehmen hier menschliche “Gegner” die Aufgabe der Zeitintervalle, die man sonst auch alleine lösen kann. Die Motivation ergibt sich daraus, dass man einen schreiberischen Wettlauf abhält und sich spielerisch aufrafft, mehr schreiben zu wollen als eine andere Person. Da diese kleinen Wettkämpfe und Sprints meist harmlos sind und so gut wie nie böses Blut hinterher herrscht, lohnt es sich sehr, diesen Schritt zu verfolgen! Es wird einfach immer wieder Spaß machen!

Zusatztipp: Ist man noch etwas zu schüchtern, um fremde AutorInnen online anzusprechen, sei der Twitteraccount @NaNoWordSprints empfohlen, der Zeiten ankündigt, wann man zu einem schreiberischen Sprint ansetzt und man ganz leicht einfach teilnehmen und hinterher sein Ergebnis posten kann. Auch hierbei kann man sich mit den Resultaten der anderen Sprinter vergleichen und sich bei Bedarf und Lust austauschen.

 

Nicht nach den Sternen greifen!

Der NaNoWriMo ist in erster Linie ein Marathon. Es geht dabei nicht darum, die 50.000 Worte als Erster bzw. Erste zu knacken. Es geht ausschließlich um die Herausforderung, eine solche Vielzahl an Worte überhaupt zu schaffen. Dieser Gedanke ist wichtig und sollte unbedingt im Hinterkopf bleiben, denn wenn man beim NaNo mitmacht, wird man sich zwangsläufig mit anderen AutorInnen vergleichen. Das kann den positiven Effekt besitzen, dass man sich motiviert fühlt und anderen nacheifert oder sie übertrumpfen will, aber leider auch — wenn man den Gedanken eben nicht im Kopf hat — demotivierten, weil andere ein Tempo vorlegen, das man selbst niemals schaffen würde. Direkt am ersten Tag gab es beispielsweise AutorInnen die bereits 20.000 Worte und mehr geschrieben haben, was eine unglaublich beachtliche Leistung ist, aber keinesfalls der eigene Maßstab sein darf. Wer sich daran orientiert und sonst eher 500-1000 Wörter am Tag schafft, rennt offenen Armes ins Unglück.

Aus diesem Grund ist es wichtig, eben nicht nach solchen Sternen zu greifen und sich nicht zu sehr von der Wörteranzahl anderer SchreiberInnen beeindrucken und einschüchtern zu lassen. Das eigene Tempo ist entscheidend. Die Aufgabe des NaNos lautet ganz klar: schreibe jeden Tag 1666 Worte und habe so am Ende des Novembers 50.000 davon. Wie viele Worte man an welchen Tagen schreibt, bleibt einem völlig selbst überlassen. Ob man diesen Gipfel erst in den letzten Minuten des NaNos erreicht oder bereits zehn Tage früher als nötig, ist am Ende irrelevant. Jeder bekommt ein kleines Bild, auf dem ein Wort steht: “Winner”. Und wenn alle den gleichen Preis bekommen, warum sich dann demotivieren lassen, nur weil man nicht so schnell schreibt wie andere? Dadurch wird das eigene Schreiben und das eigene AutorInnendasein nicht weniger wert.

 

Pausen gönnen!

So sehr es auch Freude bereitet, in seinen eigenen Geschichten zu versinken und die Figuren tanzen zu lassen, darf man eine Sache nie vergessen: Pausen. Das mag selbstverständlich klingen, aber gerade wer die Methode mit den Schreibintervallen nutzt, sollte sich selbst immer wieder mal einige Minuten zum Verschnaufen gönnen und beispielsweise eine Folge einer Serie gucken, Sport machen oder spazieren gehen. Hierdurch entlastet man den Kopf ein wenig und kann ihn mit anderen Gedanken entspannen.

Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil man den November über die sozialen Kanäle oder durch die eigenen Erinnerungen immer wieder an den NaNoWriMo denken muss, wodurch das Gehirn eine Art Dauerbeschallung erhält, immer wieder schreiben oder zumindest an das Schreiben/ die eigenen Projekte denken zu müssen. Durch gezielt gesetzte Pausen mit Längen von z.B. 5-15 Minuten, gerne aber auch mal eine ganze Stunde, kann man die eigenen geistigen Kräfte etwas regenerieren und mit frischer Kraft an das Projekt gehen. Das mag an einem einzelnen Tag noch nicht so relevant sein, aber über den Verlauf von einer Woche und mehr, wird man deutlich merken, dass der Körper Zeit braucht, um das NaNo-Fieber hinter sich zu lassen.

P.S. Essen und viel Wasser trinken auch nicht vergessen! Du bringst immerhin geistige Höchstleistungen und Akkordarbeit gleichzeitig.

 

Immer wissen, wie es weitergeht!

Einer der größten NaNoWriMo-Fehler, die man sich selbst und der eigenen Wortanzahl antun kann, ist es, zum falschen Zeitpunkt eine Pause einzulegen oder das Schreiben für den Tag zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu beenden. Wer sich im Grunde immer “leerschreibt”, d.h. so lange schreibt, bis einem nichts mehr einfällt, wird beim nächsten Schreibversuch arge Probleme bekommen, wieder ans Schreiben zu kommen, da man dann meist nicht weiß, wie man weiterschreiben soll. Hilfreicher wäre es, wenn man sich Wortzahlen als Ziel setzt und sobald man die erreicht hat und noch weiß, wie die Geschichte weitergehen soll, mit dem Schreiben aufhört, um beim nächsten Mal — einige Minuten später oder am Folgetag — leichter im Schreibfluss zu sein. Das ist nicht nur hilfreich, um das Gesamtziel zu erreichen, sondern wirkt sich auch noch positiv auf die eigene Motivation aus, da man sich den Frust erspart, erst einmal lange überlegen zu müssen, was man denn schreiben könnte. Stattdessen macht man einfach das, woran man am meisten Spaß hat: man schreibt. So bleibt man in einem dauerhaften Schreibrhythmus, der letzten Endes auf dem NaNoWriMo-Gipfel enden wird.

 

 

Alle diese Tipps entstammen aus eigenen Erfahrungswerten aus dem letzten Jahr,in dem meine erste Teilnahme am #NaNoWriMo erfolgte. Nach und nach bauten sich die Hilfen und Kniffe auf, sodass am Ende des Monats der Gipfel tatsächlich erklommen und die Federfahne in den Fels gebohrt werden konnte. Es war geschafft! 

 

Da ich die eigenen Hilfestellungen in diesem Jahr von Anfang an beherzige, läuft es viel besser und entspannter als im letzten, eher gehetzten Schreibversuch (LINK ZUM PROFIL):

 

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2 thoughts on “#NaNoWriMo – Wie gewinnst du ihn sicher?”

  1. Hallo Sven,
    leider nehme ich dieses Jahr (mal wieder) nicht am NaNo teil, das macht mich richtig traurig, wenn ich eure ganzen tollen Motivationstweets verfolge! Ich finde, du hast hier super Tipps gesammelt, die ich aus meinen NaNo-Erfahrungen so bestätigen kann. Am Ende wird’s haarig, also ist dranbleiben gefragt; und Pausen sind sehr wichtig, wie in allen “Arbeitsphasen”.
    Das einzige, was ich diesen Monat verfassen werde, ist wohl meine Hausarbeit für die Uni… vielleicht kann ich ja ein bisschen vom NaNo-Fieber dafür abstauben!
    Liebe Grüße, Katharina

    1. Hallo Katharina:),
      Vieeeelen Dank für dieses schöne Lob und dass du die Tipps bestätigen kannst:)! Und du hast Recht: gegen Ende schwankt die Motivation nochmal und man muss sich etwas aufraffen, aber die Belohnung ist dann echt toll:)!
      Es ist zwar schade, dass du beim NaNo nicht mitmachen kannst, aber ich wünsche dir gaaaanz viel Energie und Erfolg bei deiner Hausarbeit :)!
      Liebe Grüße,
      Sven

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